1997 - 2002

Die Jahre 1 - 5

 oder: "lieber jetzt aufgeschrieben, als gar nicht".

 

 Rückschau beim Jahreswechsel 2002 - 2003. (Aus der Sicht des Organisators)

Man schaut zurück und glaubt es kaum, im Juli 2002 hatten wir bereits das 5jährige Bestehen der "Hacklstegga-Bande" zu verzeichnen. Ein Grund mehr zurück zu schauen, wie hat es 1997 angefangen, wie ist es heute.

Bestimmt ist es auch wertvoll, wenn schon heute die Geschichte der Hacklstegga-Bande aufgezeichnet wird. Nichts ist schwerer, als nach vielen Jahren Nachforschungen anzustellen, ohne auf authentisches Material zurückgreifen zu können.

 

Wie ging es los?  

Im Juli 1997 ging die Frage an verschiedene ehemals aktive Kameraden der Oberföhringer Feuerwehr: "Warum treffen wir uns eigentlich so wenig"? Ich konnte nach meiner aktiven Dienstzeit nicht verstehen, dass man sich nach langer, nebeneinander  und kameradschaftlich abgeleisteter Dienstzeit, nur noch ganz sporadisch bei Veranstaltungen traf. Die Antworten waren einfach: "Wenn sich wer darum kümmert, könnten wir schon mehr unternehmen, eigentlich warten wir nur darauf, es müsste nur einer dies in die Hand nehmen". Eine klare Aussage und auch gleich ein versteckter Auftrag an mich, etwas in "die Hand" zu nehmen. Die Vorstandschaft stand diesen Planungen ebenfalls sehr positiv gegenüber. Schon aus Zeitgründen war für sie als aktive Kameraden nur sehr wenig Möglichkeit zusätzlich noch außerdienstliche Termine zu realisieren.

Der neu gebildete Seniorenkreis umfasst im wesentlichen die passiven und auch fördernde Mitglieder der "Freiwilligen Feuerwehr Oberföhring gegr. 1870 e.V", seinerzeit noch als "Freundesverein" geführt. Nur ein Name musste für den Seniorenkreis noch gefunden werden. Die jüngeren aktiven Kameraden bezeichneten schon früher ihre älteren aktiven Kameraden als "Hacklstegga". Ganz klar, dass man auf diesen Namen zurückgriff und schon war der Name "Hacklstegga - Bande" gefunden. Auch der Übertritt von der akiven Mitgliedschaft in die passive Mitgliedschaft (laut Feuerwehrgesetz sind die passiven Mitglieder die "ehemals aktiven Mitglieder", andere Vereinsmitglieder werden als "fördernde Mitglieder" bezeichnet) spielte hier eine nicht unwichtige Rolle. Es war zuvor schon über Jahre hinweg der Brauch, dass beim Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, am nächst folgenden Florianstag ein "Hacklstegga" als Zeichen seines Feuerwehr- ruhestandes an den nun passiven Kameraden übergeben wurde. Die Laudatio dazu musste der jeweils zuvor ausgeschiedene Kamerad halten. Dem ausscheidenden Kameraden wurde ein Stock übergeben. Der Stock war ein Haselnußstock mit einer Gabel oben, daran war ein Tücherl gebunden das 1 Flasche Bier (Bügelverschluß), 1 Breze, 2 Regensburger (Handwürste) und 1 Minischnapsflascherl beinhaltete. (Der Florianstag, der Namenstag des Schutzpatrones der Feuerwehr, des "Heiligen Florian", wird in Oberföhring am Samstag, der auf den 4. Mai folgt, groß gefeiert.)

Bald hatte sich der kleine Kreis der "Passiven" gebildet. Eine erste spontane Aussprache fand anläßlich einer ganz normalen Zusammenkunft im Gerätehaus (normale Bürosprechstunde, jeden Montag) statt.

Auch der jeweilige Wochentag für die Wanderungen stand bald fest. Die Mehrheit hat sich erst für den Mittwoch ausgesprochen. Dies wurde auf vielfachen Wunsch später auf Dienstag abgeändert. Da wir meist zeitig zurückkommen ist es auch möglich abendliche Termine in anderen Vereinen oder Organisationen wahrzunehmen.

Zu aller erst sollten ausschließlich die ehemals aktiven Kameraden sich zu Wanderungen in der Region München treffen. Geplant waren auch Ausflüge in die Berge usw., was man halt so alles unternehmen kann. Man wollte sich einfach treffen und über alte Zeiten sprechen und auch die manchmal schon unterbrochenen Verbindungen wieder aufbauen. Es wurden Termine und Touren vorgeschlagen, Treffen im Gerätehaus vereinbart und schon in kürzester Zeit wurde so nach und nach daraus eine Regelmäßigkeit, die uns viel Freude brachte. Der Rhythmus, einmal monatlich eine Wanderung und ein weiterer Termin im Gerätehaus zum gesellschaftlichen Beisammensein, hatte sich schnell eingespielt.

Die Beteiligung lag zu Beginn bei höchstens 6 Mann. Auch ein Vereinsmitglied von außerhalb, früher in der Kleiderkammer der FF München und als Schirrmeister im Bereich Ost II tätig, verstärkte, Gott sei Dank, unser Team von Beginn an.

Wichtig waren auch die Vorstellungen, vornehmlich den MVV oder bei den Ausflügen die Bahn mit den Vorteilen der Partnerkarten zu nutzen. Später hat sich ein weiteres Ziel aufgetan, die Stadt München per Pedes zu umwandern.

Nicht wegzulassen sind die Treffen im Gerätehaus. Erst in der Diskussion kommen viele Probleme ans Tageslicht, speziell Themen der älteren Generation. Gleich, ob es sich um Informationen der Rente, Infos zu gesundheitlichen Problemen oder auch nur guter Ratschläge handelt, eine Hilfe im Alltag sind sie allemal. Von den Anekdoten früherer Zeit ganz zu schweigen.

Natürlich wurde so nach und nach der Wunsch an mich herangetragen: "Könnten wir nicht "den" oder "den" bei unseren Wanderungen mitnehmen, schließlich sind dies auch Vereinsmitglieder" und manchmal sind wir doch sehr wenig "Hatscher". Ich hatte nichts dagegen. Die "Hacklstegga" im Gerätehaus auf diese Verstärkungen angesprochen, hatten auch nichts dagegen. Rücksprachen mit der Vorstandschaft ergaben ebenfalls den Wunsch, unsere Wandergruppe für fördernde Vereinsmitglieder zu öffnen.

Einem Wunsch, der von allen Seiten kommt, muss man gerecht werden. Nachdem ich diesem Wunsch dann auch nachgekommen bin, haben sich seit 1998 immer mehr Vereinsmitglieder durch die nunmehr bekannt gewordenen Wander-Ergebnisse zu unserem Kreis gesellt. Auch weitere ehemals Aktive sind wieder auf uns aufmerksam geworden, oder hatten inzwischen das Rentenalter erreicht und sich dazu gesellt. Dies hat sich 1999 und 2000 fortgesetzt. Es gab, das sollte auch gesagt werden, ein oder zwei Stimmen, die einer Ausweitung nicht so sehr zustimmen wollten. Nachdem jedoch eine überzeugende Mehrheit für die Öffnung war und man keinen negativen Einfluss auf unser Wirken sah, wurden auch fördernde Vereinsmitglieder in unseren Seniorenkreis "Hacklstegga-Bande" integriert. Dies hat sich als durchaus sinnvoll erwiesen, übernehmen sie schon heute vielfache Aufgaben in unserem Kreis (die Verteilung unserer monatlichen Rundschreiben, die Koordinierung der Fahrkarten usw., um nur einige wichtige Teile zu nennen). Ohne diese fördernden Mitglieder wäre unser Seniorenkreis sicherlich nicht so effektiv zu führen.

Inzwischen sind auch von einem Großteil unserer langjährigen "Hacklstegga" die Ehefrauen ins Rentenalter gekommen und haben sich in die Hacklstegga-Bande integriert. Dadurch ist ein  neuer Wunsch entstanden. Ein- oder zweimal im Jahr wollten die männlichen "Hacklstegga" unter sich sein und Wanderungen alleine durchführen. Der Wunsch war für mich ein angenehmer Befehl. Seit dem Jahr 2000 werden deshalb im April und Oktober sogenannte "o.W." Wandertage (ohne Weiber) durchgeführt. Auch diese Einteilung hat sich, nach Rücksprache, bei den männlichen "Hacklstegga" als durchaus gelungen eingespielt.

Selbstverständlich wird auch versucht mindestens einmal im Jahr eine größere Ausflugsfahrt, mit Wanderung, durchzuführen. In den vergangenen Jahren waren wir zweimal zum "Brunch auf der Donau", waren am Chiemsee, im Ausserfern (Tirol) und im Bayer. Wald. Meist hatten wir dabei besonderes Glück, der Wettergott war auf unserer Seite, die große Beteiligung sprach auch für die Beibehaltung dieser besonderen Ausflüge.

Die Wanderung "Rund um München" ist schon fast zu 60% Wirklichkeit geworden. Wir wollen die Landeshauptstadt München in einiger Entferung umrunden. In der Gegend von Starnberg hat es angefangen, ging über Fürstenfeldbruck, Dachau bis Garching. Im Osten sind es bisher nur wenige Kilometer. Den Rest werden wir 2003, spätestens 2004 schaffen, es werden noch ca. 4 -5 Wanderstrecken sein.

Es gibt seit 3 Jahren auch einen "Hacklstegga-Bande Kalender", der möglichst am 1. Gerätehaustreff des neuen Jahres zur Verteilung kommt. In diesem Kalender sind die voraussichtlichen Wandertage für das gesamte nächste Jahr schon vorgeplant, so dass man sich zeitig darauf einrichten kann. Selbstverständlich sind darin auch alle Vereinstermine, die für die "Hacklstegga" relevant sind, mit aufgeführt.

Übrigens haben wir bewiesen, dass wir noch lange nicht zum "Alten Eisen" zählen. Seit Dezember 2002 ist unter "hacklstegga-bande.de" unser Seniorenkreis im Internet zu finden. Die laufende Statistik unserer Unternehmungen, Ziele, Geschichte, usw., sind für jeden, der die Möglichkeit hat dort hineinzuschauen, zu lesen. Auch eine Rubrik "Der lustige Hacklstegga" ist zu finden und der Hinweis auf unsere Zugehörigkeit zum Verein "Freiwillige Feuerwehr Oberföhring gegr. 1870 e.V." ist ebenfalls vorhanden.

Es ist geplant die laufenden Unternehmungen in einer Statistik fortzuführen. Hier wäre mir z.B. eine gutgemeinte Kritik sehr hilfreich.

In der Spalte "Rückschau" ist der Jahresbericht 2001 bereits ausgewiesen. Die Berichte über die Jahre 1997, 1998, 1999, 2000 und 2002 müssen noch angefertigt werden.

Intern wird für jedes Jahr ein Ordner geführt, der sämtliche Unternehmungen der Hacklstegga - Bande aus dem jeweiligen Jahr enthält. Die einzelnen Unternehmungen sind darin mit Fotos ergänzt, die von den "Hackstegga" gemacht und mir zur Verfügung gestellt wurden. Einmal jährlich, dem Februar-Treff im Gerätehaus, wird Rückschau gehalten, die Ordner wieder durchgeblättert und auch eine kleine Brotzeit gemacht. Zu diesem Treffen sind auch die Ehepartner (oder LAP = LebensAbschnittsPartner) zugegen.

Jetzt darf ich den Rückblick auf die ersten 5 Jahre der "Hacklstegga - Bande" schließen und hoffen, dass es in den nächsten Jahren genau so lustig und kameradschaftlich weiter läuft als bisher.

München, den 4. Januar 2003,                           Der derzeitige Organisator:  "da oide Distler",

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