Lustige Begebenheiten, die beim Wandern tatsächlich passiert sind.

 

 

 

 

Scho wieda a Schua kaputt

 

 

Im Mai 2006 ging wieder ein Schuh kaputt. Allerdings ist dies nichts besonderes. Doch wenn der Mann der Trägering ein Schuhmacher war und sie selbst die Verkäuferin in dem Schuhgeschäft, so ist das für uns natürlich schon erwähnenswert. Es geht nicht um´s Lachen allein, aber wenn man weiter denkt und stellt sich vor, dort hatte ich doch auch Schuhe gekauft, mit was werde ich den jetzt rumlaufen? Keine Angst, der Schuster ist schon 20 Jahre im Ruhestand, seine Frau ebenfalls und es liegt die Vermutung nahe, dass sein Schuhgeschäft nicht so viel abgeworfen hat, dass er sich, bzw. seine Frau, jetzt noch neue Schuhe kaufen kann. Vermutlich werden wir "zusammenlegen" müssen, damit die beiden Hacklstegga noch weiter mit uns gehen können.

 

 

 

 

 

Die Solofahrt eines Spazierstockes

 

 

Es war noch im Jahr 2005. Da "Faistl" war auf einer Wanderung mit seinem schönen Spazierstock unterwegs. Auf der Rückfahrt mit der S-Bahn ließ er beim Umsteigen seinen Stock in der S-Bahn stehen. Erst beim Ausstieg in Daglfing vermißte er seine "Gehhilfe". Unser Rat: Sofort die S-Bahn anrufen, sie könnte ja den Fahrer unterwegs noch erreichen. Der Anruf wurde getätigt und auch darauf hingewiesen, das die S-Bahn noch nicht an der Endstation angekommen sei und somit der Kontakt mit dem Fahrer Erfolg bringen könnte. Leider faslsch. Die Dame am Telefon sagte nämlich: "Das geht nicht, ich bin ja hier in Berlin". Faistl war am Fundbüro der DB angekommen. Nächster Versuch war, die S-Bahn in München am Ostbahnhof zu erreichen. Gleiche Frage und folgende Antwort: "Jaaaaa da muaß I erst amoi schaung. Ja wissen Sie überhaupt wo sie den Stecka in der S-Bahn steh ham lossn?". Faistl konnte genau sagen, dass der Spazierstock gleich im ersten Fahrzeugteil hinter dem Fahrer stehen müsste. Die Antwort: "Jetzt gebn´s ma amoi eahnane Telfonnummer, na schau ma amoi". Schon kurze Zeit später kam der Rückruf: "Sie, I hob den Fahrer dawischt, er ist um ca. 18:54 wieder am Ostbahnhof, wenn´s da higenga, na kennans eahnan Stock glei mitnehma." Faistl war zu der Zeit natürlich am Ostbahnhof, die einfahrende S-Bahn wurde in Höhe des Fahrerstandes erwartet und der Spazierstock wurde Faistl ohne Formulare und sonstige Schwierigkeiten wieder übergeben. Ein dreifach "Hoch, Hoch, Hoch", auf die Münchner S-Bahn. Wie die Mitarbeiter dort geheißen haben wollten wir nicht fragen und aufschreiben, sie hätten bei einem öffentlichen Dankeschön bestimmt wegen der Umgehung irgendeiner Vorschrift eine auf den Deckel bekommen.

 

 

 

 

 

Die Wanderstiefel und die Brandsohle

 

 

Im September 2005 waren wir auf einer Wanderung im Dachauer Hinterland. Das Wetter war nicht gerade sonnig, doch zum Großteil ohne Tröpfchenbildung von oben. Ein Hacklstegga hatte sich alte Schuhe zum Wandern herausgesucht, er wollte die anderen Schuhe schonen. Sie waren vermutlich schon mehrere Jahre im Schrank gestanden. Jedenfalls ging schon nach 2 Kilometer die die Sohle vom ersten Schuh flöten und 2 Kilometer später auch die vom 2. Schuh. Trotz guter Ratschläge aller Mitwanderer war nichts mehr zu machen, der Hatsch auf den Brandsohlen bis zur nächsten Straße war nicht zu vermeiden. Gott sei Dank hielt seine Gattin ein vorbeikommenden PKW auf, der unseren leidgeprüften Wanderer mit zum Wirt nahm. So hatte er uns jedenfalls eine "Halbe" Vorsprung bis wir ankamen. Inwieweit eine besondere Fußpflege notwendig war ist nicht bekannt, jedenfalls"pfiffa hod a scho".

 

 

 

 

 

Ein neuer Trinkspruch (gehört vom "oidn Distler" in der Kur)

 

 

(Auf die Melodie: O Tannenbaum, o Tannenbaum, .....)

 

 

Oan hamma scho, zwoa kriag ma no, drei kömma leicht vertrag´n,

 

 

was nutzt uns s`Geld im Altenheim, bei Apfelsaft und Haferschleim,

 

 

Oan hamma scho, zwoa kriag ma not, drei kömma leicht vertrag´n.

 

 

 

 

 

Jetzt haben wir auch einen "Messner"

 

 

Anläßlich unseres Wandertages, im April von Tutzing nach Seeshaupt, sind wir mit dem Bus nach Wolfratshausen zur S-Bahn gefahren. Nachdem wir seit Herbst 2002 (siehe unten) einen Herrn "Hochwürden" in unseren Reihen haben, kam jetzt noch ein "Messner" hinzu. Einer Nachbarin eines unserer "Hacklstegga" wurde auf der Fahrt glaubhaft erklärt, dass sie neben unserem "Messner" sitzt, der Herr Hochwürden sitzt weiter hinten. Es muss sehr glaubhaft gesagt worden sein, sonst hätte die Dame unserem Miche nicht fast geschlagene 30 Minuten (bis Wolfratshausen) ein Gespräch mit Pro und Kontra zur katholischen Kirche aufgedrängt. Das Problem war hier bei den anderen "Hacklstegga", sie durften nicht lachen bis wir aus dem Bus wieder ausgestiegen sind. Eine reife Leistung.

 

 

 

 

 

 "Die guade Ausred"

 

 

Ein "Hacklstegga" (so werden unsere Kameraden genannt) fährt in die Kur. Nach 3 Wochen kommt er zwar erholt, aber trotzdem leicht marod wieder zurück. Kein Schuh passt mehr, Sandalen geht auch nicht, was war passiert? "Nur mei Frau is schuid", "nur mei Frau is schuid", hat der "Hacklstegga" immer wiederholt. Er erklärt weiter:"Wenn mia mei Frau net a foische Naglzanga einpackt häd, dann häd I mir die Nägl an die Füaß richtig schneid´n kenna. Mit der foisch´n Zanga hob I mi so am Fuaß verletzt, dass I jetzt die höchste Naglbettentzündung hob. Und desweng kon I am Dienstag net mithatsch´n". Es geht das Gerücht um, dass der "Hacklstegga" dies auch wirklich glaubt!

 

 

 

 

 

"Herr Hochwürden"

 

 

Im Herbst 2002 sind wir bei einer Wanderung in einer urigen Landgaststätte im Dachauer Hinterland zur Mittagsrast eingekehrt. Dabei geht es natürlich auch lustig zu. So sagte einer unserer Kameraden zur Bedienung: "Bringen Sie bitte dem Herrn mit der dunklen Wetterjacke (Willi saß mit weiteren Kameraden an einem anderen Tisch) einen Obstler, das ist nämlich unser Herr Pfarrer und der trinkt nach dem Essen gern einen Schnaps". Die Bedienung hat dies natürlich getan. Etwas später spielte sich nochmal das gleiche ab. Allerdings wollte Willi keinen Schnaps mehr. Die Bedienung kam an den Tisch zurück und sagte: "Herr Hochwürden trinkt heute keinen Schnaps mehr". Seit dem ist unser Kamerad Willi "Herr Hochwürden".

 

 

 

 

"Z´vui Kraut"

 

 

In der gleichen Gaststätte spielte sich folgende Szene ab. Ein uns fremder Gast bestellte sich ein "Kesselfleisch, aber bitte ohne Kraut". Die Bedienung brachte ihm das Kesselfleisch, aber mit Kraut. Da meinte der Gast: "Ich wollte doch kein Kraut". Die Bedienung erklärte ihm: "Bei mir gibt es das Kesselfleisch immer mit Kraut und was Sie mit dem Kraut machen ist mit wurscht, jedenfalls gehe ich deswegen nicht in die Küche und lege mich mit dem Koch an". Darauf nahm der Gast den Teller mit dem Kesselfleisch und dem Kraut, ging selber in die Küche und ließ sich das Kraut wieder vom Teller nehmen.

Anm. Dazu fällt mir nur der bayerische Spruch ein: "Dua da ja net zvui Kraut raus".

 

 

 

 

 

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